wie oft stellst du in deinem Leben fest, dass du unaufmerksam warst? Fehler passieren, das ist menschlich. So lange es sich um Kleinigkeiten handelt, ist das auch nicht weiter schlimm. Im besten Fall lernen wir aus solchen Fehlern, machen jeden nur einmal. Anders sieht es aus, wenn Unaufmerksamkeit dazu führt, dass andere Menschen oder Lebewesen beeinträchtigt werden oder gar Schaden nehmen. Solche Ereignisse lösen Schuldgefühle aus und damit oft eine jahre- oder lebenslange Qual. Die Übung der Achtsamkeit führt dazu, dass wir Fehler erkennen und im besten Fall passieren sie erst gar nicht. Dadurch verbessert sich nicht nur unsere Leistung sondern auch unsere Lebensqualität. Achtsamkeit heißt, sich bewusst darüber zu sein, was hier und jetzt im Inneren und im Äußeren passiert, z.B. ich sitze vor dem PC und lese einen Text, während nebenan jemand telefoniert und der Duft von frischem Kaffee durch den Raum zieht. Ich fühle mich wach und entspannt. Achtsamkeit und Disziplin sind eng mit einander verbunden. Die Zen-Übung beinhaltet eine ganze Reihe von strengen Ritualen, die möglichst genau eingehalten werden sollen, um die Achtsamkeit zu trainieren. Dazu gehört unter anderem der pünktliche Beginn der Meditation. Es gibt immer viele Gründe und Erklärungen, warum Leute eine Stunde zu früh oder zehn Minuten später kommen. Wer zu früh kommt, wird beim Zen-Abend ebenso weg geschickt wie der, derjenige, der sich verspätet. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit üben sind bereits Teil des Achtsamkeitstrainings. Real erlebte Beispiele aus der letzten Woche: wir erhalten einen Anruf von jemandem, der zum Zen-Abend kommen möchte. Statt um 18 Uhr steht die Frau um 17:30 h vor der Tür. Wir fordern sie auf, um 18 Uhr wieder da zu sein: sie kommt nicht mehr. Eine andere Frau ruft an, und fragt nach einem Qigong-Kurs. Auf den Hinweis, dass wir Zen-Meditation machen, meint sie: ach, das würde sie auch gern mal ausprobieren. Zen probiert man nicht aus: in japanischen Klöstern müssen die Novizen manchmal tagelang auf den Stufen des Klosters sitzen und wissen nicht, ob sie überhaupt eingelassen werden. So krass halten wir es nicht, aber für viele Menschen scheint es schon eine Herausforderung zu sein, die Inhalte einer Webseite zu lesen und pünktlich da zu sein. Wie sieht es dann erst mit den etwas schwierigeren Anforderungen des täglichen Lebens aus? Wie
im Kleinen so im Großen Meditation ist keine Träumerei, kein Dahinschwelgen in Gedanken, keine Entspannungsübung und auch keine Therapie. Die Wirkung der Meditation stellt sich nicht ein, nur weil man mal einen Kurs besucht. Es ist eine Veränderung der Denk- und Lebensweise und man muss (und kann) selbst etwas dafür tun. Wenn du Achtsamkeit üben möchtest, findest du weiter unten zwei Übungsvorschläge. Aber du kannst jeden Moment, jedes Ereignis in deinem Leben als Übung nutzen. Die höchste Form der Achtsamkeit ist es, wenn du bei all dem, was passiert, einfach nur "Aha?" sagst. Eine achtsame Woche wünschen Thomas
& Jacqueline
================================================================= Lebenskunst Echo In unserem letzten Rundbrief haben wir uns mit dem Thema Angst beschäftigt, und an die Pandemie-Panik erinnert, die uns mit der Vogelgrippe ins Haus schwappte. Wie es der Zufall so will, ist nun endlich die lang erwartete Grippewelle unterwegs und die Angstkultur bekommt neue Nahrung. Auch hier hilft Achtsamkeit. Wer hierzulande krank ist, kann sich behandeln lassen. Gefährlicher als die Schweinegrippe ist wahrscheinlich die Gewohnheit, sich hustend und schnupfend ins Büro zu schleppen Wir haben
auch wieder Zuschriften erhalten, die es hier
zum Nachlesen gibt.
Ulrike (und nicht nur die) schreibt: ich habe seit Wochen (!) keinen Newsletter mehr bekommen. :-((( kann es sein, dass meine geänderte emailadresse untergegangen ist? Es wäre
super nett, wenn Ihr mich wieder in die Abonnentenliste aufnehmen würdet
ich habe nämlich Entzugserscheinungen! Liebe Ulrike (und alle anderen), in der Tat: unser Rundbrief ist zwei Monate lang nicht erschienen. Auch bei uns passieren unvorhergesehene Dinge: ein Buchprojekt, das nicht mehr im Zeitplan läuft und damit alle seit März geplanten Termine aus dem Takt bringt, dazu ein Todesfall. Wie gesagt: wir wissen, dass es tausend Gründe und Erklärungen gibt, weshalb Dinge manchmal nicht pünktlich stattfinden. Aber wer uns kennt, und regelmäßig zum Zen kommt weiß auch, dass ein kurzer Anruf Wunder wirken kann ;-)
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Achtsamkeitsübungen Hier und jetzt Achte auf das, was du hier und jetzt gerade erlebst. Was nimmst du mit deinen Sinnen wahr: einfach nur lauschen, einfach nur schauen, einfach nur riechen, einfach nur schmecken, einfach nur spüren. Verzichte auf eine Reaktion. Verzichte auf Bewertungen. Beobachte es einfach nur. Lass die Gefühle und Gedanken, die bei all dem kommen, einfach wieder ziehen Nimm die Gefühle wahr, die sich einstellen. Entscheide
dich bewusst, worauf du deine Aufmerksamkeit richten möchtest. Tee-
oder Kaffeezeremonie Wenn du weder Tee noch Kaffee trinkst, dann kannst du diese Übung auch mit deinem Handy, beim Pinkeln oder beim Rauchen machen.
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================================================================= Inspiration gesucht? "Die Bilder, die wir in uns tragen, bedürfen nicht unbedingt des Außergewöhnlichen. Sie finden sich vielmehr in der Vielfalt der Natur und oft auch im Kleinen, scheinbar Unscheinbaren wieder." ================================================================= Genetisch bedingt ... Fortschritt ist eine wunderbare Sache, aber muss es wirklich genmanipulierte Pflanzen geben? Der Gen-Mais ist erst mal vom Tisch, aber noch nicht endgültig. Brigitte schreibt: Ich habe mich an einer Aktion des Umweltinstitut München gegen einen geplanten Freisetzungsversuch mit genmanipulierten Kartoffeln beteiligt. Die Pflanzen sollen unter anderem Pharmazeutika produzieren. Einem Teil der Pharma-Kartoffeln wurden Stücke des Cholera-Bakteriums eingebaut. Daraus soll ein Impfstoff bzw. ein Impfstoff-Hilfsmittel erzeugt werden. Andere Gentechnik-Kartoffeln sollen einen Impfstoff gegen die für Kaninchen tödliche Viruserkrankung RHD produzieren. Eine dritte genmanipulierte Kartoffellinie soll den Stoff Cyanophycin produzieren. Daraus gewonnenes Polyaspartat könnte laut Antrag in der Waschmittel- oder Bauindustrie Anwendung finden. (...) Das Freiland-Experiment hat bereits begonnen. Wer das nicht möchte, kann aktiv werden, z.B. hier: www.umweltinstitut.org/cholerakartoffel ================================================================= Und dann war da noch... Aristoteles, der sagte:
Danke für deine Aufmerksamkeit!
Jacqueline & Thomas ================================================================= Der Lebenskunst-Newsletter ist die
Fortführung des betrachtenswert-Newsletters
Er ist ein gemeinsamer Service von
www.zenkreis.de und www.betrachtenswert.de und erscheint 8-10 x im Jahr mit
kurzen Zitaten, Gedankenimpulsen, TV-Tipps, Aufgelesenem,
Humor und/oder Buchtipps. Weiterleitung ist erwuenscht. Unsere
Texte duerfen ohne Rueckfrage verwendet und zitiert werden, wenn
der Lebenskunst-Newsletter als Quelle mit angegeben wird. Newsletter-Perle(n) |