einer wird's schon machen, haben sich die Leute in dieser Firmenküche wohl gedacht, bevor sie nach Hause gingen. Aber mal ganz ehrlich: jeder von uns hat sich schon mal darauf verlassen, dass die anderen sich schon um das Chaos kümmern werden. Es gibt auch fast immer Menschen, die irgendwann die Initiative ergreifen und sich um das kümmern, was getan werden muss, egal ob sie die Unordnung mit verursacht haben oder nicht. Das gilt für so kleine Szenen wie "Küche aufräumen" ebenso, wie für größere Szenarien.
Gehörst du zu den Leuten, die eingreifen? Oder
überlässt du die Initiative lieber den anderen?
Mal so, mal so, wird so manche(r) denken. Bei den Dingen, die uns wichtig sind, greifen wir eher ein als bei solchen, die uns nicht interessieren. Der grundlegende Denkfehler ist häufig, dass wir von anderen erwarten, sie müssten die gleichen Dinge genau so wichtig oder unwichtig finden wie wir selbst. Dabei hat die Welt unendlich viele Facetten. Je mehr dieser Facetten wir wahrnehmen, je mehr unterschiedliche Sichtweisen wir nachvollziehen können, desto differenzierter wird unser Blick auf die Welt. Unser Bewusstsein erweitert sich. Aber es wird natürlich auch komplizierter, weil wir mehr Dinge berücksichtigen müssen.
Nicht jeder kann sich in die Lebens-, Gefühls- und Gedankenwelt von anderen hinein versetzen. Es funktioniert am besten, wenn wir bestimmte Erfahrungen selbst schon gemacht haben. Aber auch dann sehen wir die Welt immer durch unsere ganz subjektive Brille. Manchmal ist es gut, wenn uns andere auf etwas aufmerksam machen.
Ein Beispiel, das uns immer wieder passiert: Das Telefon klingelt und eine Stimme sagt: "Hallo, hier ist Peter!" Pause. Peter erwartet jetzt, dass wir sofort wissen, wer er ist. Und an dieser Stelle fängt unser Problem an. Wir müssen fragen: "Welcher Peter?" oder "Woher kennen wir uns gleich noch mal?" Und Peters Ego ist beleidigt.
Die meisten Menschen haben einen überschaubaren Freundes- und Bekanntenkreis und erkennen am Telefon, ob der alte Schulfreund Peter anruft, oder ob es der Cousin Peter ist. Vielleicht erkennen sie auch noch den Kollegen von vor fünf Jahren, mit dem sie damals im Projekt xyz lange Nächte durch gearbeitet haben. Es gibt heutzutage aber immer mehr Menschen, die durch ihre berufliche Laufbahn einen sehr großen Kreis von Menschen mehr oder weniger gut kennen. Und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es mehr als einen Peter gibt, der anrufen könnte. Ein ganz konkreter Fall aus der jüngsten Vergangenheit: Thomas findet eine DVD im Briefkasten, dabei ein Zettel: Schönen Gruß von Holger. Daraufhin hat sich Thomas bei einem Holger, den er in Verdacht hatte, bedankt. Dieser Holger war völlig verwundert, weil er ihm gar keine DVD geschickt hatte. Zufällig rief Thomas Wochen später einen ganz anderen Holger an, der dann fast schon vorwurfsvoll fragte: "Hast du eigentlich meine DVD bekommen?". Der letzte Kontakt zwischen beiden lag drei Jahre zurück. Ohne diesen zufälligen Anruf wäre also nie heraus gekommen, von welchem Holger die DVD wirklich kam. Und im Gespräch meinte er dann noch: "Ich dachte, du erinnerst dich an mich"...
Kennst du solche Situationen auch? Oder ertappst du dich auch manchmal dabei, dass du auch davon ausgehst, der einzige xy im Leben eines anderen zu sein? Manche Leute benutzen, vielleicht deshalb (?) lieber nur ihren Familiennamen. Wenn dieser dann noch einsilbig ist, wie z.B. Bock oder Brunck oder Gulp, dann klingt das am Telefon wie ... na, probiert es mal aus. Deswegen ist es schön, dass wir alle einen Vor- und einen Nachnamen haben. Und am besten verwendet man sie in Kombination, das verschafft nicht nur Klarheit, sondern auch mehr persönliche Nähe: Hans Gulp oder Helene Bock klingt nach Mensch, während "Gulp!" oder "Bock!" oft nur als Geräusch wahrgenommen werden.
Eine allzeit gelungene Kommunikation wünschen
Thomas
Kabierschke & Jacqueline Esen
;-) Wir verabschieden uns diesmal mit unseren Vor- und Nachnamen, weil wir nicht glauben, dass wir in eurem Leben die einzigen Thomas'e und Jacqueline's sind
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Im letzten Rundbrief hatten wir nach der Meinung unserer Leser gefragt. Ob wir den Werbetext für die Exzellenten Newsletter behalten sollen oder nicht. Die Antwort war eindeutig: zwar haben sich nur 82 der mehr als 3500 Abonnenten an der Umfrage beteiligt, aber offensichtlich haben so viele auf den Link zur Newsletterseite geklickt, dass wir im August unter den Top 10 gelandet sind. Ein Tag lang waren wir sogar "Newsletter des Tages" - wenn das nichts ist?! Vielen Dank an alle und auch an Hans-Gerd W. - der bestimmt weiß, wofür. Und natürlich auch ein herzliches Helau an alle Holereidudödeldie-ler.
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hast keine Chance, aber nutze sie" - am 27. September ist Wahltag
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Leute können selber nicht mal einen Kopfstand Danke für deine Aufmerksamkeit!
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Der Lebenskunst-Newsletter ist die
Fortführung des betrachtenswert-Newsletters
Er ist ein gemeinsamer Service von
www.zenkreis.de und www.betrachtenswert.de und erscheint 8-10 x im Jahr mit
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Humor und/oder Buchtipps. Weiterleitung ist erwuenscht. Unsere
Texte duerfen ohne Rueckfrage verwendet und zitiert werden, wenn
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