Lachen ist gesund, auch wenn es einem manchmal im Halse stecken bleiben möchte. Viele Leute haben ihren Fernseher und die Tageszeitungen abgeschafft, weil sie nicht länger die vielen schrecklichen Nachrichten aus der Welt da draußen hören und sehen möchten. Phasenweise ist das die beste Strategie, um sich abzuschotten, und den eigenen Seelenfrieden wieder herzustellen. Wer vor der eigenen Haustür kehrt, und erst mal in seinem eigenen Leben Ordnung hält, macht nichts verkehrt. Man gerät nicht so leicht in Gefahr, zwischen irgendwelche Fronten zu geraten. Oft bräuchten wir mehr Toleranz, aber wann wird Toleranz zu Dummheit, wann ist sie das Ausshängeschild für Feigheit? Sich einmischen kann gefährlich werden, wie wir unlängst verstört feststellen mussten. Ein beherzter Mann half Kindern und verlor selbst dabei das Leben. Sinnlos? Die Kunst des Lebens besteht im angemessenen Handeln, also das in der jeweiligen Situation Richtige zu tun, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das ist nicht immer leicht. Manche Menschen empfinden ihr Leben deshalb als permanenten Kampf, als Qual oder Achterbahnfahrt. Warum gibt es immer wieder diese Probleme?
Wer seine Lebensgeschichte einmal genauer betrachtet, wird feststellen, dass bestimmte Situationen immer wieder auftauchen. Die normalste Reaktion auf eine schwierige Situation ist, dass wir mit den Lösungsstrategien beginnen, die wir kennen. Manche davon haben sich in der Vergangenheit als sinnvoll erwiesen, also probieren wir es in der neuen Situation wieder mit der gleichen Strategie. Aber mittlerweile haben sich vielleicht die Rahmenbedingungen geändert, die alte Strategie funktioniert nicht mehr. Wer früher zu wenig Geld hatte, um sich einen Wunsch zu erfüllen, konnte sich mit einem Nebenjob etwas dazu verdienen. Heute sind gut bezahlte Nebenjobs Mangelware, manch einer wäre sogar froh, einen passabel bezahlten Haupt-Job zu haben. Es sind also andere Lösungen nötig. An dieser Stelle rufen wir dann gerne nach einer höheren Instanz. Je nach Persönlichkeit und Problemlage sind es nahestende Personen, der Staat oder der liebe Gott, die es bitte richten sollen. Was wir gar nicht gerne sehen, ist die Angst. Uns fehlt der Mut neue Wege zu gehen. Vor allem dann, wenn diese neuen Wege unerprobt sind, wenn es keine Gewissheit gibt, ob es klappen könnte, und das Risiko besteht, Liebgewordenes zu verlieren. Es greift das Motto "der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach", selbst wenn der Spatz ziemlich krank aussieht und einem vielleicht auch noch in die Hand scheißt.
Auch wenn es schmerzhaft ist, vielleicht lebt es sich besser ohne Spatz, weil man dann endlich mal die Hände frei hat um zu lernen, wie man einen Falken ausbildet? Diese dritte Möglichkeit wird oft übersehen. Wir pendeln hin und her zwischen zwei Optionen, die beide nicht stimmig sind. Wir warten auf ein Wunder, das von aussen auf uns zukommt. Manchmal kommt so eine Art Wunder, aber meistens geschieht es erst in dem Augenblick, in dem wir bereit sind, etwas aufzugeben, an das wir uns bisher so standhaft geklammert haben. Manchmal warten wir so lange, bis uns das Leben zwingt, über den Abgrund zu springen. Und siehe da: hinterher stellt sich dann oft heraus, dass es doch nicht so schlimm war.
Wenn du dein zurückligendes Leben betrachtest: * Was würdest
du heute gerne ändern? Und wenn die Frage wichtig für dich ist, dann vielleicht auch: welche Entscheidung hast du bereut - was würdest du heute anders machen? Wer sich etwas mehr Zeit nehmen möchte: bei betrachtenswert gibt es wieder etwas Neues: einen längeren Artikel zum "Lebensdrehbuch" und wie man damit arbeiten kann. Eine inspirierende Woche wünschen
Jacqueline und Thomas
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Im letzten Rundbrief haben wir die Postkartenserie der Künstlerin Amelie Anke Merzbach vorgestellt. Jacqueline hat sich welche bestellt und lange Zeit geschah nichts. Als Amelie bei ihr nachfragte, stellte sich heraus: die Briefsendung ist verloren gegangen. Sehr ärgerlich für beide. Ein bei der Post gestellter Nachforschungsauftrag führte dann dazu, das das Kuvert wieder auftauchte - es ging an Amelie zurück, obwohl alles richtig adressiert und frankiert war. Glück gehabt! Weniger Glück eine Woche später, als ein Fotokurs-Teilnehmer schön beschriftete Foto-CDs an Jacqueline schickte. Die Sendung ist bis heute unauffindbar. Es war innerhalb von 12 Monaten die dritte verloren gegangene Briefsendung an uns. Müssen wir heute alles per Einschreiben schicken, um sicher zu gehen, dass unsere Post noch beim Empfänger ankommt? Nebenbei bemerkt: innerhalb Europas haben wir die teuersten Standardtarife! Wenn das der Erfolg der Privatisierung von ehemals staatlichen Dienstleistungen ist, dann dankeschön... Einen positiven Neben-Effekt hatte es allerdings: Jacqueline und Amelie haben inzwischen einen sehr intensiven Kontakt, aus dem sogar ein neuer Kurs für BildermacherInnen geworden ist...
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Land
des Lächelns
Zu Allerheiligen waren wir auf dem Friedhof. Es
war sehr feierlich,
Wenn du darüber nicht lachen konntest: sorry. Vielleicht beim nächsten Mal? ================================================================= TV-Tipp
Angst vor der Krise
am Samstag, 24.10.09
um 20:15 Uhr auf phoenix =================================================================
Wieder ein Buch
================================================================= Tolle Idee Im Morgenmagazin bei ARD/ZDF gesehen: eBay für Kredite oder: Kredite von Mensch zu Mensch. Über Online-Plattformen können sich Privatleute gegenseitig Geld leihen. Das Konzept kommt aus den USA und wird auch bei uns immer beliebter. Doch während beim Anbieter smava das Geschäftsmodell funktioniert, lauern beim Anbieter Auxmoney falsche Versprechen und hohe Gebühren. ==ANZEIGE========================================================= Anzeige Hallo, ich bin Tante Erna, das neue virtuelle Mitglied des FinanzplanTeams.
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================================================================= Und dann war da noch... Charlotte Joko Beck, die in ihrem Buch "Einfach Zen" schreibt: "Ein
verbreiteter Irrtum in der Zen-Lehre ist der, daß wir loslassen
müssten. Wir können uns nicht zwingen loszulassen. Wir müssen
die zugrundeliegende Angst wahrnehmen." Danke für deine Aufmerksamkeit!
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