Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht, lautet eine afrikanische Weisheit. Und so musste die neue Ausgabe unseres Rundbriefes etwas länger reifen, wie ein rotbackiger runder Apfel, der im richtigen Moment vom Baum fällt. Womit wir bei einem Bild wären, das nicht nur in die Jahreszeit passt, sondern auch Assoziationen weckt: Der Apfel ist nicht nur ein gesundes Obst, es ist auch Symbol: wer kennt nicht die alte Geschichte vom Sündenfall in der Bibel, bei dem diese leckere Frucht eine tragende Rolle spielt? Auch der Physiker Isaac Newton soll die größte Erkenntnis seines Lebens gewonnen haben, als er einen Apfel vom Baume zu Boden fallen sah. Seine Erkenntnis bezeichnen wir seitdem als Erdanziehungskraft. Die Gültigkeit des Gravitationsgesetzes wurde in den letzten Jahren von manchen Physikern infrage gestellt, und vor einigen Tagen kam eine Meldung aus der Welt der Wissenschaft, die manch eine/n hat aufhorchen lassen. Was bisher als eigentlich unmöglich galt, wurde offenbar zufällig entdeckt: Teilchen, die sich schneller bewegen als das Licht. Auch wenn man sich noch nicht ganz einig ist, ob es denn nun wirklich stimmt, und was es für Konsequenzen im Alltag haben könnte, ist eines klar: unser Wissen verändert sich ständig, und damit ändert sich langfristig auch die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen.
Die ständige und immer schneller werdende Veränderung, der wir ausgesetzt sind, beeinflusst unter anderem unser Zeitempfinden (siehe Surftipp unten). Sie erzeugt bei manchen auch Unsicherheit, sogar Angst. Wenn man sich nicht 100%ig auf physikalische Gesetze verlassen kann, dann können auch ungewohnte und seltsame Dinge passieren. Die einen freuen sich vielleicht darauf, während andere anfangen werden, von Teufelswerk und Hexerei zu sprechen. Wenn Dinge passieren, die wir nicht verstehen, dann ist es immer gut, einen kühlen Kopf zu bewahren, und auch im Herzen ruhig zu bleiben. Dazu vielleicht ein kleines Beispiel. Was siehst du, wenn du dieses Bild anschaust?
Ist es ein Löwe? Eine Holzfigur? Ein Kinderkarussell? Ein wütender Dämon, der dich gleich anspringen wird, oder ein lachender Leo, der vor Vergnügen tanzt? Sind es vielleicht Pixel, schillernde Hinterlassenschaften aus Farbe, Spuren von Licht, das elektrische Signale auf dem Sensor einer Kamera ausgelöst hat? Was wir wahrnehmen und hinein interpretieren, hängt immer davon ab, was wir wissen, wie wir fühlen, welche Erfahrungen wir schon gemacht haben. Es spielt auch eine Rolle, wie offen wir für andere Aspekte sind, die wir noch nicht kennen. Als die ersten bewegten Film-Aufnahmen von einer Meeres-Szene in einem Kino gezeigt wurden, rannten die Menschen panisch auf die Straßen, weil sie glaubten, der Saal würde gleich von Wasser überflutet werden. In einer Zeit, in der wir in 3D-fähige Kinosäle pilgern, können wir darüber nur schmunzeln. Aber wer sagt uns, dass wir nicht selbst einmal erschrecken könnten, wenn wir ein ungewohntes 3D-Erlebnis haben, wenn es uns an Stellen begegnet, wo wir es nicht erwarten würden. Wer aufmerksam und präsent ist, wird nicht so leicht erschrecken. Wer nichts erwartet, kann die Dinge erst einmal so nehmen, wie sie sind. Wir wissen nicht, ob Franz Beckenbauer meditierte, als er sagte "Schau mer mal, dann sehn wir schon." Meditation ist aber eine hervorragende Methode, um die ruhige Gelassenheit zu entwickeln, aus der wir angemessen auf neue Herausforderungen reagieren können.
Aufschlussreiche Erkenntnisse wünschen
Jacqueline & Thomas
================================================================= Meditationsmissverständnisse Wenn
es im Fernsehen Sendungen über Buddhismus oder Zen gibt, sieht
man in der Regel Mönche oder Laien, die meditieren oder Sutren
rezitieren. Da brennen Räucherstäbchen und Kerzen und irgendwo
steht eine Buddhastatue herum. Der dazu gesprochene Begleittext erklärt
dann, was vor sich geht. Und fast immer heißt es dann: die Mönche
(oder wer auch immer) beten. Das ist eine fehlerhafte
Übersetzung bzw. Übertragung.
Viele "Meditierende" meinen es würde reichen, unbewegt auf einem Kissen oder einem Stuhl zu sitzen, nichts zu sagen und die Augen zu schließen. Das allein ist für viele Ungeübte schon schwierig genug. Für manche ist es entspannend und erholsam, aber es ist noch keine echte Meditation, denn meist haben die altgewohnten Bilder und Gefühle Oberhand. Der Übende folgt einfach nur seinen eigenen Gedanken und Träumereien und verschwindet mit seiner Aufmerksamkeit ins Land der Phantasie. Echte Meditation beginnt, wenn man den Fokus der Aufmerksamkeit auf das bewusste Beobachten des Atems richten und ihn dort halten kann. Danach kommt das kommentarlose Beobachten der Gedanken. Erst nach mehr oder weniger langer Übung stellt sich eine sehr tiefe innere Stille ein. In dieser Stille ist der Meditierende aber nicht abwesend oder in fremden Sphären. Nur der fortwährende Schwall an unkontrollierten Gedanken und wabernden Emotionen zieht sich durch die Übung zurück. So wie das Wasser bei Ebbe verschwindet, verschwinden auch die murmelnden Gedanken. Die höchste Form der Meditation besteht am Ende darin, diesen ruhigen und wachen Zustand nicht nur auf einem Meditationskissen halten zu können, sondern ihn auch in ganz alltäglichen Situationen immer wieder herzustellen. Freiheit von Gedanken in der Meditation bedeutet nicht "Gedankenlosigkeit". Wenn du dir deinen GEist vorstellst wie einen großen Raum, dann ist er im Alltagsbewusstsein angefüllt von chaotisch herum wirbelnden Gedanken. In der Meditation macht man diesen Raum erst einmal leer, und schaut sich die Gedanken an, die man wieder hinein lassen möchte. Auf diese Weise entsteht mehr Klarheit, mehr Ruhe und eine größere Handlungsfähigkeit. ================================================================= Veranstaltungstipp
Quantica-Kongress in Frankfurt am Main, 16.10.2011 von 9 - 18 Uhr
Bewusstseinserweiterung, Stressresistenz, Innerer Friede, Gelassenheit - all das sind die anvisierten Zustände jener Menschen, die sich regelmäßig der Meditation widmen. Faszinierend dabei ist, dass sich nicht nur der geistige Zustand des Meditierenden zum Positiven hin wandeln kann, sondern auch sein körperlicher Zustand. Wie beeinflusst der Geist den Körper?
Der
Geist beeinflusst die Materie
Neben Vorträgen namhafter Wissenschaftler aus der Bewusstseinsforschung zu Themen aus der Quantenphysik werden auch zwei Experimente das Publikum fesseln.
Auch
wer nicht plant, die Veranstaltung zu besuchen: es besteht die Möglichkeit
Videos anzusehen und zu bestellen, und auch sonst lohnt sich der Blick
über den Tellerrand.
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Zeit zum Lesen
==ANZEIGE========================================================= Tipps und Ideen für alle Selbstständigen
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================================================================= Surftipp: Zeitempfinden Die Wissenschaftssendung nano hat ein Experiment gemacht: eine Versuchsperson sollte die Länge der verstrichenen Zeit bei verschiedenen alltäglichen Verrichtungen einschätzen. So viel sei verraten: die Schätzung stimmte nie. Woran das liegt, und wie man das ändern kann, das verrät der Beitrag. Draufklicken, so lange er noch in der Mediathek abgerufen werden kann! ================================================================= Und dann war da noch... Theo Fischer, der sagte: Wenn
wir ein paar Sekunden aufmerksam unsere Umgebung, Danke für deine Aufmerksamkeit!
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Der Lebenskunst-Newsletter ist die
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Er ist ein gemeinsamer Service von
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Texte duerfen ohne Rueckfrage verwendet und zitiert werden, wenn
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