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| Ein
Wanderer gelangte unerwartet in ein Land, in dem gar seltsame
Bäume wachsen. Jedem, der sich unter ihrem dichten Blätterdach
niederlässt, verwirklichen sie augenblicklich seine Wunschgedanken.
Müde von seiner langen Reise, legte sich der Mann im Schatten
eines solchen Wunschbaumes nieder und schlief bald ein.
Wie er nach einer Weile erwachte, fühlte er sich hungrig.
Also dachte er bei sich: "Ich wünschte mir, dass ich von
irgendwoher etwas zu essen bekomme." |
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| Kaum
gedacht, schwebten schon, wie von unsichtbaren Händen
getragen, herrlich reife Früchte herbei, die ihm mächtig
mundeten. Er griff kräftig zu und fragte nicht lange danach,
wie und warum sich sein Wunsch so schnell erfüllte, denn
wenn einer hungrig ist, verspürt er wenig Lust zum Philosophieren.
Nachdem sich der Wandersmann satt gegessen hatte, tauchte
in ihm ein zweiter Wunsch auf: "Wenn ich nur etwas zu
trinken bekommen könnte." Schon stand ein Krug voll köstlichen
Weines vor ihm. Als er genug davon getrunken hatte, war
nicht nur sein Durst gestillt, auch seine Sinne fingen
an zu taumeln, und wirre Gedanken tanzten in seinem schweren
Kopf herum. Verwundert, ja ängstlich schaute er um sich,
und ein dritter Gedanke - diesmal war es ein unheimlicher
Furchtgedanke - beschlich sein Herz: "Was geht hier vor?
Was ist hier los? Träume ich, oder gibt es hier wirklich
böse Geister, die mich plagen und foppen wollen?" Noch
ehe er diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte, näherten
sich ihm finstere Gestalten und blieben wütend und drohend
vor ihm stehen. "Jetzt werden sie mich töten", war sein
nächster, sein letzter Gedanke, denn schon fühlte er den
todbringenden Schlag, von dem er sich nicht mehr erholen
sollte. |
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